Jugendschule und Schüler­praktikum

Unternehmertum in der Sekundarstufe

Junge Menschen setzen sich intensiv mit sozialen Fragen, moralischen Werten und sich selbst auseinander – sie suchen ihren Platz in der Gesellschaft.

Gerade in dieser Zeit brauchen die Jugendlichen einen Lebens- und Entwicklungsraum, in dem sie neben der Arbeit mit und in der Natur auch die Einführung ins kulturelle, gesellschaftliche Leben erfahren. Maria Montessori sprach in diesem Sinne vom Erdkinderplan bzw. von einer Erfahrungsschule des sozialen Lebens. Ganz praktisch gesehen bedeutet das für uns, dass wir neben der geistigen und denkenden Tätigkeit unsere SchülerInnen motivieren, Praktika in echten Betrieben zu absolvieren und unternehmerisch und sozial zu handeln.

Jugendliche lernen anders

So haben wir vor vielen Jahren die sogenannte Jugendschule gegründet, die sich vor allem an die SchülerInnen der 7./8. Jahrgangsstufe richtet. Die Jugendlichen verbringen einen Teil der Schulzeit auf einem Grundstück außerhalb des Schulgebäudes, welches sie pflegen und bewirtschaften. Sie entwickeln unterschiedliche Projekte, z. B. Bau eines Steinbackofens oder Hühnerhaltung, und sie kümmern sich um deren Finanzierung. Mit diesem Projekt geben wir ihnen Raum zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Auch begegnen sie echten Herausforderungen, die sie nicht immer sofort meistern können. Ein Scheitern kann dann dazu beitragen, Ursachen zu hinterfragen und neue Lösungswege zu entwickeln. Außerdem können Lehrplaninhalte auf dem Grundstück nicht nur theoretisch erarbeitet werden, sondern erhalten einen unmittelbaren Bezug zur Lebenswirklichkeit der Jugendlichen.

Früh übt sich

Selbstständig. Selbstbewusst. Teamfähig. Verantwortungsbewusst – für sich selbst und andere. Diese und andere Fähigkeiten dürfen und sollen unsere SchülerInnen auch außerhalb der Schule entwickeln. Deshalb unterstützen wir die Jugendlichen ab der 5. Klasse einen Praktikumsplatz in unterschiedlichen Betrieben ihrer Wahl zu finden.

Im Vorfeld bereiten sich die SchülerInnen mit ihren Lehrkräften auf das Praktikum vor. Ihnen wird ein Geheft mitgegeben, in dem sie Informationen zur Tätigkeit und zum Betrieb sowie ihre Erfahrungen festhalten können. Darin hinterlässt der Betrieb den SchülerInnen am Ende des Praktiums eine Beurteilung und Empfehlung. Schülerpraktika sind ein erhebendes und positives Element unseres pädagogischen Konzepts der Sekundarstufe.