Montessori und Herzogenaurach

Startpunkt unserer Reise: ein Kindergarten

Anfang der 90er Jahre ├╝berzeugten engagierte Eltern die evangelische Kirche, die T├╝ren des neuen Kindergartens als ein Montessori-Kinderhaus zu ├Âffnen. Kinder sollten mit allen Sinnen erfahren und aus eigenem Antrieb entdecken und lernen. Auf dieser Grundlage sollte auch die Schule f├╝r ihre Kinder aufbauen. Sie w├╝nschten sich einen Ort, an dem Kinder mit Begeisterung lernen und ihre individuellen F├Ąhigkeiten entfalten k├Ânnen. Eine Schule, in der selbstst├Ąndiges, lebenslanges Lernen, gemeinsames, kreatives Denken sowie eigenverantwortliches und mitf├╝hlendes Handeln gef├Ârdert werden w├╝rde. So trafen diese M├╝tter und V├Ąter einen Entschluss, der nicht nur das Leben ihrer eigenen Kinder ver├Ąndern sollte. Mit unb├Ąndigem Willen gr├╝ndeten sie eine ganz besondere Schule, die ÔÇ×ein Paradies f├╝r KinderÔÇť werden sollte.

1993/94

Sinn f├╝r Freiheit

Mit der Gr├╝ndung des Montessori-F├Ârderkreises Herzogenaurach e.V. im M├Ąrz suchte das Team von Eltern neue F├Ârderer und Freunde f├╝r eine Montessori Grundschule. Mit Enthusiasmus und aus tiefer ├ťberzeugung warben sie daf├╝r, eine Umgebung zu schaffen, in der Kinder eigenst├Ąndig und verantwortungsvoll lernen k├Ânnen. Hochwertige Materialien, selbstkorrektive Arbeitshilfen und ein von P├Ądagogen vorgegebener gesch├╝tzter Rahmen sollten den Kindern helfen, Lerninhalte selbst zu w├Ąhlen und zu vertiefen. Ob in der Gruppe oder alleine. Jeder nach seinem eigenen Arbeitstempo und seinen individuellen F├Ąhigkeiten. Und das Wichtigste: Alle sollten die Lernziele erreichen. Daf├╝r h├Ątten sie vier Jahre Zeit.

Gemeinsam stark

Bei der intensiven Planung der Schule erfuhren die Eltern Unterst├╝tzung von anderen Montessori-Einrichtungen und lernten dabei auch die sp├Ątere Schulleiterin Monika Bohley kennen. Neben Lauf, N├╝rnberg und Erlangen sollte Herzogenaurach die 4. Montessori-Schule in Mittelfranken werden.

Finanziert aus eigener Kraft

21 Eltern finanzierten den Aufbau der Schule im ersten Jahr aus eigener Kraft. Private Schulen wurden damals wie heute vom Freistaat erst nach einem Jahr genehmigt und gef├Ârdert. Damals betrug das monatliche Schulgeld 130 D-Mark.

Kleines Gep├Ąck – geringe Miete war wichtig

Das ehemalige Offizierskasino Geb├Ąude Nr. 1610 der US-Armee in der Herzo Base bot sich an und sollte in eine einz├╝gige Grundschule verwandelt werden. Elternh├Ąnde verlegten B├Âden, strichen W├Ąnde, lasierten Regale und bauten sie auf.

Der Genehmigung seitens der Regierung stand nichts mehr im Wege.

Der erste Tag

Nur sechs Monate nach Vereinsgr├╝ndung, am 7. September genau, begann f├╝r 16 Kinder der erste Tag ihres Schullebens.

1994/95

Das neue Klassenzimmer

34 Neuanmeldungen nach nur einem Infoabend. Schnell musste ein neues Klassenzimmer her. Auch diesen Umbau stemmten die Eltern allein. Mit einer Spende von 500 D-Mark unterst├╝tzte die Sparkasse den Verein. 43 neue Mitglieder kamen dazu und drei neue P├Ądagoginnen wurden eingestellt.

Im September startete die 1. Klasse mit 23 und die 2. Klasse mit 16 Kindern und jeweils zwei P├Ądagoginnen.

1995/96

Pionierarbeit best├Ątigt

Schon nach dem dritten Jahr erlebte die Schule einen ersten Durchbruch: Es gab mehr Anmeldungen als Schulpl├Ątze. Es wurden Wartelisten eingerichtet und R├╝cklagen f├╝r die bevorstehende Vergr├Â├čerung geschaffen.

Stets gut beraten

Neben der Arbeit mit den Kindern sah die Schule die Verbreitung der Montessori-P├Ądagogik als eine zentrale Aufgabe. So wurden u. a. der Montessori-Diplom-Kurs und Infoabende angeboten, bei denen Eltern mehr ├╝ber die angewandte P├Ądagogik in der Schule und zu Hause erfahren konnten.

Die langj├Ąhrige Zusammenarbeit mit dem Montessori-Experten Claus Kaul hat die Entwicklung der Schule nach innen und au├čen ma├čgeblich gepr├Ągt. Die Ideen z. B. rund um die Elternfortbildungen oder sp├Ąter um die weiterf├╝hrende Schule finden darin ihren Ursprung. Dabei unterst├╝tzt er bis heute das p├Ądagogische Team bei der konsequenten Umsetzung der Montessori-Prinzipien.

1996/97

Aller guten Dinge sind vier

Im vierten Jahr nach der Gr├╝ndung gab es schon 4 Klassen mit insgesamt 83 Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern.

Festigen und vertiefen durch Entdeckungen

P├Ądagoginnen, Eltern und Experten starteten mit der Unterst├╝tzung von Sponsoren die Projektwoche. Kinder und Jugendliche sollten noch mehr natur- und alltagsnahe Erfahrungen machen, technische und handwerkliche Fertigkeiten entdecken, andere Kulturen kennenlernen oder sich auch kreativ und musisch ausdr├╝cken k├Ânnen.

Die Mittagsbetreuung bis 14 Uhr wurde eingef├╝hrt. Die Kinder gehen seitdem immer gerne in ihre ÔÇ×MittiÔÇť.

Nachhaltig, ├Âkologisch, sozial

Zu einem Fest, das Ideen, Konzepte und Produkte f├╝r ein nachhaltiges, ├Âkologisch und sozial bewusstes Leben in Herzogenaurach bereith├Ąlt, geh├Ârt eine reformp├Ądagogische Schule wie die Monte ganz nat├╝rlich dazu.

Seitdem bringen eine engagierte Sch├╝ler- und P├Ądagogengruppe relevante Themen aus dem Unterricht in Form von Ausstellungen, kleinen kosmischen Erz├Ąhlungen und Bastelaktionen mit zum ├ľkofest.

1997/98

Miteinander f├╝reinander wachsen

Die Marke von 100 Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern war erreicht.

Bei den stetig wachsenden Sch├╝lerzahlen trug das Engagement der Eltern weiterhin entscheidend zum Erfolg der Schule bei. Bis heute bringen Eltern einen Schatz an Ideen, Talenten, Know-How und Tatkraft mit in die Schule, wodurch es erm├Âglicht wird, Aufgaben zu bew├Ąltigen und dabei das Schulgeld bezahlbar zu halten.

Die Elternarbeit besitzt auch einen nachhaltigen p├Ądagogischen Wert: Unsere Familien, die mitgestalten und am Schulleben der Kinder teilhaben, bringen Motivation sowie Verantwortungsbewusstsein mit und schaffen eine lebendige Gemeinschaft. Die Identifikation mit der Schule kommt schlie├člich immer den Kindern zugute.

Erziehungspartner

Damals wie heute stehen die Kinder im Mittelpunkt. Eine offene, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem p├Ądagogischen Team ist eine bew├Ąhrte Grundvoraussetzung f├╝r die Pers├Ânlichkeitsentwicklung der Kinder und ihren Lernerfolg. Regelm├Ą├čige Einzelgespr├Ąche, Klassenelternabende und p├Ądagogische Fortbildungen wurden zu wesentlichen Elementen, die helfen, den Kindern ein wertvoller Wegbereiter und -begleiter zu sein.

1998/99

Montessori Schule Herzogenaurach
… damit wir uns entfalten k├Ânnen.

Die Schule war zu einer Einheit mit einem Profil und einem klaren Auftrag herangewachsen. Mit der kleinen Raupe und dem Schmetterling war ein Markenzeichen geboren, das den Auftrag und die Werte der Grundschule bildhaft ausdr├╝cken sollte.

Nat├╝rlich heterogen

Neben der Freiarbeit kam dank des Zuwachses die Chance f├╝r ein weiteres Kernst├╝ck der Montessori-P├Ądagogik hinzu: die Jahrgangsmischung.

Seitdem durfte die Schulgemeinschaft erleben, wie ├Ąltere Sch├╝ler J├╝ngeren halfen und dabei ihr eigenes Wissen weiter verfestigten. Die ├älteren lernten, ihr Wissen zu erkl├Ąren und zu vermitteln, indem sie ihre Gedankeng├Ąnge ordneten. Aber auch die j├╝ngeren Kinder lernten mit viel Bereitschaft von den Gro├čen.

Jahrgangsmischung f├Ârdert die soziale Kompetenz: Es gibt weniger Konflikte, mehr gegenseitige Hilfe, Anregung und Zusammenarbeit und vor allem ein starkes Zusammengeh├Ârigkeitsgef├╝hl.

1999/00

Mehr Platz zum Entfalten

Der Mietvertrag auf der Herzo Base lief allm├Ąhlich aus und durch die zunehmende Beliebtheit der Monte waren die Kapazit├Ąten voll ausgesch├Âpft. Die Schule, der Verein, die Eltern, selbst die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler engagierten sich f├╝r den Bau eines neuen Schulgeb├Ąudes in Niederndorf.

Im Juni 1999 erhielt die Schule sowohl die Genehmigung der Regierung zum Neubau als auch die Zustimmung der Stadt Herzogenaurach zum Kauf des Grundst├╝cks in der Lohhofer Stra├če.

2000/01

Mit allen Sinnen lernen

Die Montessori-P├Ądagogik ist bekannt f├╝r die achtsam vorbereitete Lernumgebung, die hochwertigen Materialien und ihren ├Ąsthetischen Anspruch ÔÇô ein Strau├č frischer Blumen ist fast immer irgendwo zu sehen. Ein Klassenzimmer nach diesen Prinzipien einzurichten, ist spannend. Doch wenn ein komplett neues Schulgeb├Ąude geplant werden soll, dann ist das eine einmalige Chance.

Als das Architekturb├╝ro Babler & Lodde beauftragt wurde, eine Schule f├╝r die Sinne zu entwerfen, lag es den P├Ądagoginnen besonders am Herzen, dass das Geb├Ąude die Bewegungs- und Lernfreiheit der Kinder ber├╝cksichtigt. Offene, freundliche und sonnenhelle R├Ąume und breite G├Ąnge als erweiterte Lernumgebung sollten in ihrer klaren Sch├Ânheit sowohl ein Ort zur Arbeit als auch zur Entspannung sein.

2001/02

Spagat geschafft

F├╝r den Grunderwerb und die Errichtung waren ca. 3 Millionen D-Mark vorgesehen, davon gingen 2,2 Millionen D-Mark auf die Baukosten zur├╝ck. Der Neubau musste bezahlbar sein und das war den Architekten tats├Ąchlich gelungen.

In nur 10 Monaten wurde die neue Schule errichtet.

Sp├Ąter gew├Ąhrte die Stadt Herzogenaurach einen Zuschuss f├╝r die Mittagsbetreuung von 15.000 D-Mark. Die Sparkasse Erlangen ├╝bernahm die Finanzierung, die dank der Elterndarlehen mit einem geringeren Darlehenszins erm├Âglicht wurde.

Einzug in die ÔÇ×Wohlf├╝hlschuleÔÇť

Mehr Platz bot das neue Geb├Ąude auch f├╝r einen weiteren Grundpfeiler der Montessori-P├Ądagogik: die kosmische Erziehung. Die grundlegende Frage ÔÇ×Wer bin ich in dieser Welt?ÔÇť konnten die Kinder anhand von Erz├Ąhlungen, ausgew├Ąhlten Materialien und Erlebnissen in der Natur oder Gemeinschaft weiter erforschen.

2003/04

Ein Jahr zum Innehalten und Feiern

Die Schule feierte ihr 10-j├Ąhriges Bestehen. Alle freuten sich am und ├╝ber das gelungene Schulgeb├Ąude. Das zog nicht nur neue Familien an, sondern auch viele Architekten, die im Rahmen der Architektouren der Bayerischen Architektenkammer ausgezeichnete Projekte besuchten.

Gleichzeitig k├Ąmpfte der Vorstand um die notwendigen F├Ârdermittel vom Freistaat.

2004/05

Jahrgangsmischung 2.0

Ein Arbeitskreis Jahrgangsmischung bestehend aus P├Ądagoginnen, Vorstand und Elternvertretern wurde ins Leben gerufen. Ganz bewusst suchte man den Austausch mit den Eltern in regelm├Ą├čigen, transparenten und offenen Gespr├Ąchen ├╝ber die Erfahrungen und Erwartungen der komplett jahrgangsgemischten Grundschule.

2005/06

Jetzt wirdÔÇÖs bunt

Mit allgemeiner Entschlossenheit startete das Schuljahr mit vier Lerngruppen, in denen alle vier Jahrg├Ąnge vertreten waren.

Es entstanden die Klassen Gelb, Gr├╝n, Blau und Rot.

2006/07

Fremdsprachen

Auf den Entdeckungsreisen der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler sollte auch das Aneignen einer Fremdsprache dazugeh├Âren. So wurde Englisch ab der ersten Klasse im Stundenplan aufgenommen. Die Kinder lernen seit jeher spielerisch, mit allen Sinnen und voller Begeisterung.

2008/09

Rundumprogramm

Zus├Ątzlich zur Mittagsbetreuung erm├Âglichte ein engagiertes Team die Ganztagesbetreuung bis 16.30 Uhr f├╝r die Familien.

Bis zum Abitur

Es war die Geburtsstunde der Montessori-Fachoberschule Franken in N├╝rnberg. Auf dem ÔÇ×montessorischenÔÇť Weg war es Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern m├Âglich geworden, das Fachabitur bzw. die allgemeine Hochschulreife zu erlangen. Die Monte Herzo wird einer der Gesellschafter der MOS Franken GmbH.

Alle Ehre machen

Die Schule betreute 96 Sch├╝ler, besch├Ąftigte 21 Mitarbeiter und erwirtschaftete ein Bilanzvolumen von 2,4 Millionen Euro ÔÇô alles unter ehrenamtlicher F├╝hrung. Mitglieder und Vorstand waren sich einig, Teile der Vorstandsaufgaben an eine hauptamtliche Gesch├Ąftsf├╝hrung zu ├╝bertragen.

2009/10

Inklusion

Das P├Ądagoginnenteam beschlie├čt, auch Kinder mit k├Ârperlichen und geistigen Einschr├Ąnkungen in die Schule aufzunehmen.

Vision: Montessori bis zum (Ab-)Schluss

Eltern und P├Ądagoginnen starteten mit der Unterst├╝tzung von Claus Kaul das Projekt Schulerweiterung. Sie wollten eine weiterf├╝hrende Schule mit umfassenden p├Ądagogischen Konzepten bis zum mittleren Schulabschluss. Damit sollte den Jugendlichen der Weg bis zum Abitur (MOS) geebnet werden.

Gr├╝nes Licht

Nicht nur die Vereinsmitglieder stimmten einhellig f├╝r die Sekundarstufe, auch die Regierung von Mittelfranken erteilte die Genehmigung f├╝r die Erweiterung. Das Schulerweiterungsteam plante den schrittweisen Geb├Ąudeausbau mit den Architekten Babler & Lodde und den Start der Sekundarstufe im Herbst 2010.

Mit ohne Grund

Aus Montessori-Grundschule Herzogenaurach wurde Montessori-Schule Herzogenaurach.

2010/11

Erste Klasse der neuen Sekundarstufe

Die erste jahrgangsgemischte Klasse 5/6 startete ins neue Schuljahr, wenn auch ├╝bergangsweise in Containern. Ihr Ziel: der Mittlere Schulabschluss.

Schul-Charta gegen Gewalt

Im Rahmen der Wertewoche entwickelten die Kinder Ma├čnahmen, Methoden und ein Regelwerk, um Gewalt vorzubeugen und Frieden zu stiften. Die Streitschlichter sind ein Produkt dieser Zeit.

2011/12

Wir bleiben l├Ąnger

Eine jahrgangsgemischte Klasse 1/2/3/4 wurde als gebundene Ganztagsklasse genehmigt und nahm den Unterricht auf.

Fr├╝h ├╝bt sich

Die jahrgangsgemischte Klasse 5/6/7 startete ins neue Schuljahr. Die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler absolvierten wie bereits im Jahr zuvor ein einw├Âchiges Betriebspraktikum. Das ist bis heute ein erhebendes und positives Element des p├Ądagogischen Konzepts der Sekundarstufe.

Unternehmertum in der Sekundarstufe

Junge Menschen setzen sich intensiv mit sozialen Fragen, moralischen Werten und sich selbst auseinander ÔÇô sie suchen ihren Platz in der Gesellschaft.

Gerade in dieser Zeit brauchen die Jugendlichen einen Lebens- und Entwicklungsraum, in dem sie neben der Arbeit mit und in der Natur auch die Einf├╝hrung ins kulturelle Leben erfahren. Maria Montessori sprach in diesem Sinne vom ÔÇ×ErdkinderplanÔÇť bzw. von einer ÔÇ×Erfahrungsschule des sozialen LebensÔÇť. Praktika in echten Betrieben sowie manuelle T├Ątigkeiten werden demnach genauso gef├Ârdert wie geistige und denkende.

Jugendliche gr├╝nden die Sch├╝lerfirma mit dem Ziel, durch unternehmerisches Handeln Gewinne zu erwirtschaften, die f├╝r andere schulische Projekte genutzt werden k├Ânnen.

2012/13

Startschuss f├╝r den Ausbau

Mit der Baugenehmigung des Landratsamtes Erlangen-H├Âchstadt kommt ein F├Ârderbescheid des Freistaats Bayern von rund 2,8 Millionen Euro. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 3,9 Millionen Euro.

Mit dem Spatenstich am 9. Oktober 2012 begann der Bau.

Die jahrgangsgemischte Klasse 7/8 wird als gebundene Ganztagsklasse genehmigt.

Sch├╝lerfirma machtÔÇÖs m├Âglich

Die konsequente Umsetzung der Jugendschule brauchte Zeit.  Zwischenzeitlich jedoch erwirtschaftete die Sch├╝lerfirma genug, um das Bauwagenprojekt zu realisieren. Ein recht bauf├Ąlliger Bauwagen sollte das erste Projekt der Jugendschule werden. Die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler planten die Renovierung, erarbeiteten sich die notwendigen Gelder und gestalteten den Bauwagen nach ihren eigenen Vorstellungen.

2013/14

Gerade noch geschafft!

Die Container konnten endlich weichen: Der neue Geb├Ąudeteil war nach einem nervenzehrenden Jahr fertiggestellt. Das Schuljahr hatte zwar schon begonnen, aber alle waren erleichtert und dankbar, die neuen R├Ąume beziehen zu d├╝rfen.

Die Kinder aus der Nachmittagsbetreuung zogen in den neugetauften FreiRaum. Die neue Mensa als wichtiger Gemeinschaftsraum bot viel Platz nicht nur f├╝rs Mittagessen.

Von Feuerschluckern und Trapezk├╝nstlern

Sich trauen, ├╝ber sich hinauswachsen, gemeinsam Neues erleben ÔÇô das waren die Grundideen f├╝r das Zirkusprojekt. Eine Woche ├╝bten die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler in einem Zirkuszelt mit Profis ÔÇô und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

2014/15

Gesucht – gefunden

Die Stadt Herzogenaurach verpachtete f├╝r das Bauwagenprojekt ein 2.500 qm gro├čes Grundst├╝ck in der Nutzungsstra├če 50. Zwar fehlten noch Strom- und Wasseranschluss, aber dank der Hilfe eines benachbarten Vereins und des Engagements einiger Eltern konnte dem Abhilfe geleistet werden. Die 7. und 8. Klasse plante eine Werkstatt mit Lagerraum, der Boden wurde gepflastert, Hochbeete wurden angelegt und viele Fr├╝chte intensiver Arbeit geerntet.

Kochen, waschen und mehr

16 Tage Schullandheim mit Selbstversorgung. Das hei├čt: Zusammenarbeit, Lernen durch Erfahrung, viel Zeit miteinander verbringen. Der Aufenthalt schwei├čt zusammen, bringt Selbstst├Ąndigkeit und pers├Ânliches Wachstum.

2015/16

Verantwortung tragen

Nicht nur das Geb├Ąude wuchs, sondern auch die Zahl der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler und damit auch der MitarbeiterInnen. Die Aufgabe stand an, die Organisation diesem Wachstum anzupassen. Der erste Schritt war das Schaffen eines hauptamtlichen Vorstands mit einem ehrenamtlichen Verwaltungsrat als Beratungs- und Kontrollgremium.

Damals schon beschloss der ehrenamtliche Vorstand, die Gesch├Ąftsf├╝hrung in zwei Ressorts und auf zwei Personen aufzuteilen. Im Dezember wurde dann ein zweiter Vorstand eingestellt. Im Verwaltungsteam waren f├╝nf Mitarbeiterinnen besch├Ąftigt.

Klares Profil des Dachverbands

Auf Verbandsebene entsteht die Dachmarke: LERNEN. LEBEN. ZUKUNFT. mit gemeinsamen Grundlagen und einem Montessori-Versprechen aller Mitglieder.

Nur noch einen ÔÇ×AnstandswauwauÔÇť

ÔÇ×ChaperonÔÇť wird eingef├╝hrt. Dabei d├╝rfen eine kleine Gruppe von Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern eine Besorgung oder Erkundung je nach Interessens- oder Arbeitsschwerpunkt komplett selbst organisieren und unternehmen. Sie k├╝mmern sich sogar um die Auswahl des Erwachsenens, der die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler aus Sicherheitsgr├╝nden begleiten, aber nicht anleiten soll.

Monte-B├╝cherei

Mit der Unterst├╝tzung des Elternbeirates und der Herzogenauracher Buchhandlung B├╝cher, Medien & mehr haben Eltern eine Schulb├╝cherei, auch Monte B├╝cherei genannt, ins Leben gerufen. Mit Hilfe von Spenden konnten Regale und B├╝cher angeschafft werden, um den Kindern der Primarstufe die Freude am Lesen und das Entdecken von B├╝chern noch n├Ąher zu bringen.

2016/17

Ziel erreicht

Zum ersten Mal absolvierte der Jahrgang 10 die Pr├╝fungen zum Mittleren Abschluss. Bestehensquote 100 %! Die Mehrheit der Absolventen machte den ├ťbertritt an die MOS, um das Abitur in Angriff zu nehmen.

Fr├╝chte ernten

├ťberproportional viele Sch├╝ler und Sch├╝lerinnen der Primarstufe wollen im nachfolgenden Schuljahr in die Sekundarstufe wechseln.

Neuer Schulhof

Immer mehr Kinder verbringen immer mehr Zeit in der Schule: Eltern renovieren und erweiteren den Schulhof zu einem anregenden Ort mit Ruhe- und Bewegungsr├Ąumen.

2017/18

Geteilt durch zwei

Die Zahl der ├╝bertretenden Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler der 4. Klasse in die Sekundarstufe war so hoch, dass zwei Klassen 5/6 im darauffolgenden Schuljahr geplant wurden.

Organisationsentwicklung

Aufgrund des Wachstums der letzten Jahre entwickelten Vorstand, P├Ądagoginnen und P├Ądagogen eine klare Organisationsstruktur, direkte Kommunikationswege und eindeutige Regeln f├╝r Entscheidungsprozesse.

Gesund und lecker: Schulessen 2.0

ÔÇ×Wie kann unser Schulessen lecker und gesund sein?ÔÇť Ein Coaching brachte neue Ideen und Verbesserungen zu dieser Frage. Veggie Week und Kochkurse waren nur ein paar Antworten darauf.

Politisch aktiv

Beim Politischen Brunch lud die Schule zusammen mit anderen Vertretern privater Schulen Landtagskandidaten ein, frei nach dem Motto ÔÇ×Wir bereichern die SchullandschaftÔÇť. Der Appell an die Politiker erging, dass auch nicht staatliche Schulen verl├Ąssliche Rahmenbedingungen und gen├╝gend Gelder brauchen, um eine zeitgem├Ą├če P├Ądagogik, z. B. in Sachen Digitalisierung, voranzutreiben.

Vorstand ÔÇô Neubau

Und heute? Die Sch├╝lerzahl hat sich seit der Gr├╝ndung mehr als verzehnfacht. Unsere Schule hat mehr Interessenten als Schulpl├Ątze. Unsere ersten Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler k├Ânnen ihr Abitur an der MOS feiern. Wir wissen heute genau, wie auch schon Maria Montessori und unsere Gr├╝nder, dass Schule auch anders geht. Und wir d├╝rfen miterleben, wie die Kinder und Jugendlichen Vertrauen in ihre eigenen F├Ąhigkeiten entwickeln, mutig neue Wege gehen und Verantwortung f├╝r sich und die Gesellschaft ├╝bernehmen.

Ausblick f├╝rs Paradies: Eine Reise ohne Ende…

Mit diesen Perspektiven setzen wir unsere Reise fort. Begeistert. Gemeinsam. Stark. machen wir uns auf den Weg zu neuen Zielen.