Sch├╝ler und Inklusion

Das Ziel unserer p├Ądagogischen Arbeit ist, dass ÔÇ×Kinder sich zu differenziert denkenden und respektvoll agierenden Erwachsenen entwickeln. Sie sollen selbstbestimmt leben und sich entfalten sowie ihren Alltag in allen Facetten bew├Ąltigen und in Frieden zusammenleben k├ÂnnenÔÇť.  So lautet das Montessori-Versprechen aller Schulen und Kinderh├Ąuser des Verbandes Montessori Nordbayern. Dies ist Anspruch und Verpflichtung f├╝r uns. Aber wie ├Ąu├čert sich das im Schulleben? 

Unsere Sch├╝lerInnen ├╝bernehmen Verantwortung: 

  • f├╝r ihre Arbeit im Rahmen des Selbstorganisierten Lernens 
  • f├╝r die Klasse beim Klassenrat, bei Diensten, als Patin oder Pate f├╝r die Erstkl├Ąssler oder als Klassensprecher 
  • f├╝r die Gemeinschaft im Sch├╝lerforum, als Streitschlichter oder auch in der Sch├╝lermitverwaltung (SMV) 
  • f├╝r die Gesellschaft bei Projekten wie der Jugendschule oder bei Aktionen wie Fridays for Future und der Plant-for-the-Planet-Akademie 

Inklusion

K├Ârperlich oder geistig beeintr├Ąchtigte Kinder und Jugendliche leben und lernen bei uns gemeinsam mit allen anderen Sch├╝lerInnen. Diese Inklusion gibt den Sch├╝lerInnen die Chance, fr├╝hzeitig Hilfsbereitschaft einzu├╝ben sowie Verst├Ąndnis und Respekt f├╝r die Andersartigkeit und Besonderheit von Menschen mit Handicap zu entwickeln. Je nach Entwicklungsstand und Art der Beeintr├Ąchtigung kann ein Schulbegleiter erforderlich sein, um dem Inklusionskind eine optimale F├Ârderung und Betreuung zukommen zu lassen. Das Gef├╝hl der Anerkennung und der Gleichwertigkeit sowie vielf├Ąltige Lern- und Entwicklungsm├Âglichkeiten sind positive Aspekte eines inklusiven Unterrichts und f├╝hren zu einer Steigerung des Selbstwerts des Kindes und zu mehr Selbstst├Ąndigkeit.

Der Weg, auf dem die Schwachen sich st├Ąrken, ist der gleiche wie der, auf dem die Starken sich vervollkommnen.

Maria Montessori

Schule der Generationen

Ein leises Surren ert├Ânt, wenn die Eisenbahn durch die modellierte Landschaft und an gepflegten Miniaturh├Ąusern vorbeif├Ąhrt. Das Ger├Ąusch kommt allerdings nicht aus einem Hobbykeller, sondern aus dem Werkraum unserer Sekundarstufe. Eine stolze Gruppe von Modelleisenbahnern trifft sich dort einmal pro Woche, verlegt Schienen, baut H├Ąuser, k├╝mmert sich um die Elektrik und erforscht gemeinsam, warum und wie das alles funktioniert und gestaltet werden kann.

Was ist das Besondere an dieser Gruppe? Unsere Sch├╝lerInnen werden durch leidenschaftliche, erfahrene Modellbauer begleitet, die ihren Kindheitstraum auch im Ruhestand ausleben und teilen m├Âchten. Es sind Experten des Seniorenb├╝ros Herzogenaurach aus der Gruppe der HerzoHeinzelm├Ąnnchen, die ehrenamtlich und sehr engagiert die Kinder und Jugendlichen unterst├╝tzen. Und wenn man die Gruppe beobachtet, sieht man, dass Jung und Alt gleicherma├čen Spa├č an der gemeinsamen Arbeit haben.

Aus Freude an der Zusammenarbeit entstand dann auch gleich noch eine Idee f├╝r das Computer-Projekt der Klasse Orange. Die Gruppe erforscht das Innenleben eines Computers und sucht Antworten auf spannende Fragen wie: Welche Teile befinden sich in Computern? Welche davon sind zwingend notwendig und welche verzichtbar? Welche Funktion haben sie? Was ist der Unterschied zwischen einem Tower und einem Laptop und warum hei├čt dieser eigentlich so? Und warum werden Computer immer kleiner UND gleichzeitig leistungsf├Ąhiger?

W├Ąhrend unsere Sch├╝lerInnen einfach Spa├č an der gemeinsamen Arbeit mit den Senioren haben, verfolgen die Projekte f├╝r die P├Ądagoginnen noch ein weiteres Ziel: den Zusammenhalt zwischen den Generationen zu f├Ârdern. Denn in unserer heutigen Zeit leben die verschiedenen Generationen einer Familie nur noch selten in engem Miteinander. Vielf├Ąltiges Erfahrungswissen und soziale F├Ąhigkeiten gehen dadurch verloren. Durch die ├ľffnung der Schule nach Au├čen sollen nach dem p├Ądagogischen Konzept unserer Schule im Rahmen von Unterrichtsprojekten, Senioren aus der n├Ąheren Umgebung, pensionierte Mitarbeiter ortsans├Ąssiger Firmen, sich bereits im Ruhestand befindliche Experten aus Naturwissenschaft und Technik und nat├╝rlich auch pensionierte Lehrkr├Ąfte und P├Ądagogen in den Alltag der Sch├╝lerInnen mit einbezogen werden. Im gemeinsamen Tun erf├Ąhrt Jung und Alt einen gleichberechtigten Wissenstransfer von Lebenserfahrung und modernen Sichtweisen. Unsere Schule wird so ein Ort des gemeinsamen Lernens, Arbeitens und Begegnens ÔÇô eine Schule der Generationen. Diese Schule der Generationen ist ein dauerhafter Ort der Begegnung, an der aktive Senioren zusammen mit den Sch├╝lerInnen mit und voneinander lernen.

Beitr├Ąge zum Thema

Kooperationsstart mit Tierbr├╝cke
Nun ist es endlich soweit! Unser Kooperationsprojekt mit der Tierbr├╝cke startete im Oktober: Die Sch├╝ler der Jahrgangsstufe 7/8 sind einmal monatlich einen Vormittag auf dem …